Programm 2026

18. Januar
Sonntag
10:30 Uhr
Lyriklesung für Kinder
Wo ist mein Kopf

Mit Elias Hauck
Für Kinder ab 5 Jahren
Diese Veranstaltung ist ausverkauft.

Die kleine Lea wacht eines Morgens auf und hat ihren Kopf verloren. Er könnte überall sein, aber … wie sah er eigentlich aus? Lea jagt durchs Buch auf der Suche nach dem, was oder wer sie wohl sein könnte. Du könntest viele und vieles sein, ohne dich selbst oder deinen stacheligen ständigen Begleiter zu verlieren, antwortet das Buch darauf. Lea hat zwar den Kopf verloren, aber ihre Fantasie behalten. Eine Mitmach-Lesung mit Live-Zeichnen für alle unerschrockenen und erschrockenen Lese-Mäuschen.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Lyrik-Empfehlungen für Kinder statt. Wir danken für die finanzielle Unterstützung. 
In Kooperation mit Buchkinder Basel.

22. Januar
Donnerstag
17:00 Uhr
Lyrikspaziergang
Poesie en route

Führung: Martina Kuoni
Begleitung: Julia Rüegger
Treffpunkt: wird bei der Anmeldung bekannt gegeben
Diese Veranstaltung ist ausverkauft.
Für Wartelistenplätze melden Sie sich bei info@literaturspur.ch | +41 79 798 5354

Der Spaziergang im Dalbeloch am Rhein folgt Gedichten und Lebensspuren von Lyriker*innen. Ausgewählte Texte öffnen poetische, biografische und topografische Räume: Rainer Brambach (1917-1983) und Werner Lutz (1930-2016) lebten und schrieben mit Blick auf den Rhein. Ihre Gedichte treten in Dialog mit Texten von Levin Westermann (*1980) und Julia Rüegger (*1994), die den Spaziergang begleitet. Dieser endet mit einem kurzen Gespräch an der St. Alban-Vorstadt 5.

In Kooperation mit Literatur|spur.

22. Januar
Donnerstag
19:00 Uhr
Präsentation Schüler*innen-Workshop
Buchstaben-
blüten, Netze aus Wörtern und Sätze ins Unendliche

Moderation: Carlo Leone Spiller und Stefanie Bringezu
Eintritt frei! Bitte buchen Sie ein Gratisticket.

Schüler*innen der Berufsfachschule Gesundheit Baselland haben sich mit der Yayoi Kusama-Retrospektive in der Fondation Beyeler auseinandergesetzt. Sie liessen sich von dem Schaffen der japanischen Künstlerin zu eigenen Texten inspirieren, die zentrale Themen wie Spiegelung, Wiederholung, Auflösung und Unendlichkeit reflektieren. Unterstützt wurden sie dabei durch den Autor Carlo Leone Spiller und die Kunstvermittlerin Stefanie Bringezu. Zum Auftakt des Lyrikfestivals präsentieren sie ihre Texte.

 

In Kooperation mit der Berufsfachschule Gesundheit Baselland und der Fondation Beyeler.

23. Januar
Freitag
18:00 Uhr
Lesung und Gespräch
Volha Hapeyeva: «alles was wir füreinander sind bleiben gedichte»

Moderation: Nadine Reinert

 

Aus Volha Hapeyevas Lyrik spricht eine lebendige Welt. Worte erscheinen im Traum und werden dem Baum in Grossmutters Garten anvertraut. Sie erzählen von Herzen, die sich im Körper drehen und stürzen, von dem unmöglichen Bestreben einer Person, in einem Koffer Platz zu finden, von der Traurigkeit, die zu einer «eintrittskarte zum vollmond» wird. «Ihre Gedichte sind empathisch im besten Sinne: mitfühlend und mit aufmerksamem Blick und wachem Ohr für jedes Lebewesen […]» (Nico Bleutge, Süddeutsche Zeitung).

23. Januar
Freitag
19:15 Uhr
Begegnung I
Nathalie Schmid

Nathalie Schmid: «Ich erkenne den Käfig / er ist uralt. Ich bitte dich: / Gefalle mir nicht.»
Lesung und Gespräch mit Ariane von Graffenried

 

In ihrem aktuellen Band «Ein anderes Wort für einverstanden» erkundet Nathalie Schmid weibliche Herkunft in der Generationenfolge. Dort, wo «nie viel passiert», wo ein «Dunst über dem Dorf» liegt, wo «die Anderen» dir zeigen, «wer du bist», erhebt sie ihre Stimme zwischen Akzeptanz und Weigerung. In «voralpiner Landschaft» erklingen Schmids Verse im Echoraum mit Anne Carson, Raymond Carver und Lorde: analytisch präzise, tiefgründig und berührend.

23. Januar
Freitag
21:00 Uhr
Lyrik interdisziplinär
Late Night Varieté

Vorhang auf für: Anna Frey (Lyrik) & Vera Kappeler (Piano), Judith Keller (Lyrik) & Lisa Pottstock (Dramaturgie und Gesang) und Mira Mann (Lyrik, Musik, Performance)
Moderation: Simone Lappert

 

Das Late Night Varieté des Internationalen Lyrikfestivals Basel präsentiert auch dieses Jahr wieder Sprachkünstler*innen jenseits der Schubladen, die waghalsig, innovativ und experimentierfreudig die Grenzen zu anderen Kunstsparten überschreiten, ausloten und verschieben. Sie gehören damit zu den vielseitigsten und aufregendsten Poet*innen der Gegenwart.

24. Januar
Samstag
9:00 Uhr
Lyrikworkshop
War da was?

Leitung: Michael Spyra
Diese Veranstaltung ist ausverkauft. 
Anmeldung für die Warteliste über die VHSBB.
Webseite: vhsbb.ch, Telefon: +41 61 269 86 66.
Kursgebühr: CHF 98.–. Teilnehmende erhalten ermässigten Eintritt für die Veranstaltungen des Lyrikfestivals.

 

Angesichts unendlicher Informationen über ein und dasselbe muss die Wahrscheinlichkeit, sich verständlich zu machen, ein Zufall sein. Wie soll man da schreiben? Indem wir Stellvertreter*innen und Repräsentant*innen finden, unser Thema einkreisen und umlaufen, vage bleiben bei gleichzeitiger Präzision und Unmissverständlichkeit. Bitte bringen Sie Ihre Texte und/oder Ideen zur Bearbeitung mit.

 

In Kooperation mit der Volkshochschule beider Basel.

24. Januar
Samstag
14:30 Uhr
Begegnungen II
Michael Spyra und Esther Kinsky

Michael Spyra: «Nach jedem Dorf beginnt der Weg von vorn»
Lesung und Gespräch mit Claudia Gabler

 

Es sind abgelegte Landschaften, fröstelnde Menschen und verrauchte Illusionen, die Michael Spyras dritten Lyrikband «In Auflösung begriffen» bevölkern. Mit ebenso einfacher wie geistreicher Sprache klopft er den Alltag in einer Zeit, die irgendwo zwischen Gegenwart und Vergangenheit angesiedelt ist, auf Trost ab. Er findet ihn im Reim, im Humor, in der Stille der Beobachtung, in der Distanz, aber auch in der Nähe zum Beobachteten und in der poetischen Kraft der Melancholie.

 

 

Esther Kinsky: «der mond ist ein wort im himmel august»
Lesung und Gespräch mit Rudolf Bussmann

 

Ganz nahe an die Dinge heran geht Esther Kinsky in ihren Texten, an die «rosen im unschlaf», an «kalkgilbe trümmer». Unversehens kommen «die überwachsenen Reste der Dörfer» in den Blick, die Gegend verwandelt sich in ein früheres Schlachtfeld, alte Wörter werden wach und «gestein / löst sich aus seiner vorgeschichte». Vom Abzählspiel zum Bericht über das Töten von Vögeln, von der Balkanroute ins Märchen und zurück wandern ihre Gedichte. Sie schaffen Landschaft und geben den Menschen darin eine Geschichte.

24. Januar
Samstag
17:00 Uhr
Die Lyrikgruppe stellt sich vor
Lyrik im Au Bouquet

Mit Rudolf Bussmann, Claudia Gabler, Sascha Garzetti, Ariane von Graffenried, Simone Lappert, Maria Marggraf und Alisha Stöcklin

 

Diese Veranstaltung ist ausverkauft.

 

Das Basler Lyrikfestival ist aus Treffen einer Gruppe von Basler Lyriker*innen entstanden, die sich in den 90er-Jahren regelmässig über die eigene Schreibarbeit austauschte. Auch heute gestaltet eine Gruppe von Lyriker*innen das Programm des Lyrikfestivals. Hier geben sie in einer gemütlichen Atmosphäre Einblick in ihre eigene Arbeit.

 

Wir verfolgen die Lesung im lauschigen Blumenladen stehend. Für Personen, die in der Mobilität eingeschränkt sind, steht eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung.

 

In Kooperation mit Blumen Au Bouquet.

24. Januar
Samstag
19:00 Uhr
Basler Lyrikpreis 2026
Verleihung des Basler Lyrikpreises an Barbara Hundegger

«an jemandes / seite auf der seite stehen wo der mensch das herz / hat»
Laudatio: Sascha Garzetti
Grusswort: Sandra Luzia Schafroth, Vorstand GGG Basel
Eintritt frei! Bitte buchen Sie ein Gratisticket.
Anschliessend Apéro.

 

Barbara Hundeggers Gedichte sind aus der Sprache herausgearbeitete Kunstwerke. Sie greifen verdichtend aus und klammern ein. Dabei nehmen sie das Politische ebenso in den Blick wie das Private, legen offen, wie das eine vom anderen durchdrungen ist. Die Gedichte verleihen denjenigen ihre Stimmen, die zu wenig gehört werden, und sprechen dabei in immer wieder sich wandelnden Tonlagen zu und von uns. Hundegger erschreibt eine Poesie der radikalen Zugewandtheit, die unsere Perspektive auf die Gegenwart schärft.

Der Basler Lyrikpreis wird gestiftet von der GGG Basel.

24. Januar
Samstag
21:00 Uhr
Konzert
Jens Friebe

Der Wiedererkennungswert seiner pointierten Texte und sehnsüchtig verspielten Melodien hat es Jens Friebe erlaubt, seine Songs in vielen Stilen zu verwirklichen, ohne dabei ungreifbar zu werden. Das Spektrum reicht von Elektropop über Glam-Rock bis zu orchestralen Crooner-Tönen auf «Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus». An diesem Abend wird man ihn allein am Keyboard einen auf das absolut Wesentliche heruntergebrochenen Querschnitt seines zwanzigjährigen Schaffens singen hören.

25. Januar
Sonntag
11:30 Uhr
Podium
Von Schiefer und Meteorit, von Basalt bis Granit – eine lyrische Spurensuche
Mit Franziska Füchsl, Esther Kinsky und Jan Röhnert
Moderation: Alisha Stöcklin
 
«Feldspat, Quarz und Glimmer…» Das Podium widmet sich dem Gespräch über die faszinierende Beziehung von Gedicht und Gestein. Die lyrische Spurensuche führt durch Landschaften, die von Gesteinsformationen geprägt sind, und wir bewegen uns auch in die Tiefen ihrer Schichtung und Zusammensetzung. Reich, vielfältig und schillernd ist der Imaginationsraum und die Bildkraft des Steinernen, und dessen Poetisierung ist in der Lyrik erstaunlich breit gestreut. Gemeinsam gehen wir den lesbaren Signaturen im Gestein auf den Grund und staunen darüber, welche Schätze die «einschlüsse im weit aus allem / betracht geworfenen material» bergen.
25. Januar
Sonntag
14:00 Uhr
Porträt
Monika Rinck

«Wenn ich richtig sehe, dann sehe ich das Raue, Unbehauene, den Affekt.»
Moderation: Tobias Lehmkuhl

 

Die Gedichte von Monika Rinck, einer der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, sind eindrückliche Spracharbeit. Fortlaufend schaffen sie neue Kontexte – oder sprengen sie, lassen überraschende Konnotationen entstehen, beschleunigen halsbrecherisch, ziehen jedes noch so kühne Register, das die Sprache hergibt. Dabei werden sie von einem unverkennbaren Sound getragen. Wer sicheren Grund sucht, sucht ihn hier vergeblich. Stattdessen verführt jede Silbe zum Sprung.

25. Januar
Sonntag
17:00 Uhr
Lyrische Sofalesung
Julia Rüegger und Valerie-Katharina Meyer: Und überlaut die Zikaden

Musik: Tobias Pfister
Moderation: Nina Hurni
Anmeldung: sofalesungen.ch

 

Julia Rüegger und Valerie-Katharina Meyer verflechten ihren lyrischen Dialog «Und überlaut die Zikaden» mit Musik und Soundscapes von Tobias Pfister. In ihren Texten streifen die Autorinnen durch Seitenstrassen und Schneelandschaften, sammeln hellwach Berichte von tierischen und menschlichen Leben und fragen danach, was es bedeutet, Geschichten untereinander zu teilen.

 

In Kooperation mit dem Verein Sofalesungen und mit «Literatur & Musik» der Vera Oeri-Bibliothek, Musik-Akademie Basel.