Lyrikpreis

Der Basler Lyrikpreis wird jährlich vom Verein Internationales Lyrikfestival Basel verliehen. Er geht an Dichterinnen und Dichter, deren Werk sich durch Innovationskraft auszeichnet und durch den Mut zu konsequentem und eigenwilligem Arbeiten mit Sprache. Er soll dazu beitragen, herausragende Stimmen einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen.

Der Basler Lyrikpreis ist mit 10’000 Franken dotiert und wird von der GGG Basel gestiftet.

2019

Katharina Schultens

Der Basler Lyrikpreis 2019 geht an die Lyrikerin Katharina Schultens. Die Jury würdigt Katharina Schultens für ihre ungeheure Sprachkraft, die in ihrer Gradlinigkeit ins Herz der Gegenwart trifft. Katharina Schultens (*1980 in Rheinland-Pfalz) studierte Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Literatur in Hildesheim, St. Louis und Bologna. 2013 erhielt sie den Leonce-und-Lena-Preis und 2015 den Schweizer Spycher: Literaturpreis Leuk. Neben Veröffentlichungen von Lyrik und poetologischen Texten in Zeitschriften und Anthologien erschienen von ihr vier Lyrikbände: «Aufbrüche» (2004) «gierstabil» (2011), «gorgos portfolio» (2014) und zuletzt «untoter schwan» (2017).

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Foto © Dirk Skiba

2018

Dagmara Kraus

Die Jury würdigt Dagmara Kraus für ihre unerschrockene Art, neue Ausdrucksmöglichkeiten für die deutsche Sprache zu erkunden: «Die Dichtung von Dagmara Kraus gleicht einem Haus, in dem alle Türen und Fenster ofen stehen. Sprachen gehen ein und aus, Deutsch mischt sich mit Französisch, Englisch, Polnisch, aber auch mit Fantasiesprachen, und geht mit ihnen Verbindungen ein, die zugleich fremd und bekannt klingen. Ein feinfühliger Austausch fndet stat, der unsere Sprache mit ungewohnten, überraschenden Ausdrucksmustern bereichert und uns zum Rätseln, Staunen und Neuhören anregt. In Zeiten vermehrter Grenzschliessungen erforscht die Dichterin mit wachen Sinnen, was entstehen kann, wenn Worte über Landes und Verständlichkeitsgrenzen getragen werden.»

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