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Programm 2024

19. Januar
Freitag
18:30 Uhr
Präsentation Schüler*innen-Workshop
Poems for Pirosmani

Moderation: Sarah Altenaichinger

Eintritt frei!

Einlass: 18:15 Uhr, Museumseingang.
Bitte erscheinen Sie pünktlich, um den kostenlosen Eintritt zur Präsentation zu erhalten. Der kostenlose Eintritt gilt nicht für die anderen Angebote der Museumsnacht.

Basler Schüler*innen haben sich vier Tage lang mit der Ausstellung des georgischen Künstlers Niko Pirosmani (1862–1918) in der Fondation Beyeler auseinandergesetzt. Pirosmanis reduzierte Malerei verbindet Tradition und Moderne und verwandelt ganz Alltägliches in zeitlose Gleichnisse. Unterstützt durch die Spoken Word-Künstlerin Sarah Altenaichinger und die Kunstvermittlerin Stefanie Bringezu sind die Schüler*innen schreibend in diese Bilderwelten eingetaucht. Ihre Texte präsentieren sie zum Auftakt des Lyrikfestivals im Rahmen der Museumsnacht Basel.

 

In Kooperation mit der Fondation Beyeler und dem Wortstellwerk Basel

25. Januar
Donnerstag
17:00 Uhr
Lyrik partizipativ
Spaziergang: Lebendige Lyrik

DER SPAZIERGANG MUSS AUS KRANKHEITSGRÜNDEN ENTFALLEN

 

Führung: Maria Marggraf

Weitere Infos zur Veranstaltung hier.

 

Die Poesie in Basel lebt – hier und heute. Und manchmal genau dort, wo man sie nicht vermuten würde. Gedichte kommen aus Automaten und laufen über das Poesietelefon. Im Kannenfeldpark steht (mittlerweile der zweite) Baum der Poesie. Im «Büro für Problem» werden literarische Kurzwerke in Handarbeit gedruckt. Und zweimal im Jahr – am Tag der Poesie und zum Internationalen Lyrikfestival Basel – wird Lyrik in dieser Stadt ganz gross gefeiert. Zu Beginn des Festivals erhalten Sie einen besonderen Vorgeschmack auf das Jubiläumsprogramm.

 

Eine Kooperation mit LITERATURSPUR

26. Januar
Freitag
18:30 Uhr
Porträt
Dinçer Güçyeter

«und da, hinter dem Fenster sitzt ein Mann am Schreibtisch, zerstümmelt die Worte mit Erinnerungen»

Moderation: Henri-Michel Yéré

 

Dinçer Güçyeters Texte graben nach den Wurzeln seiner Herkunft, leuchten das Geflecht familiärer Bindungen aus, erforschen tradierte Normen und den Aufbruch ins Ungewisse. Sie sind in anatolischen Dörfern, der Metropole am Bosporus, in kindlichen Fantasiereichen oder der niederrheinischen Provinz verortet und verdichten sich zu einer weltumspannenden Erzählung menschlicher Existenz. Schonungslos ehrlich, politisch und persönlich spielt Dinçer Güçyeter Formen durch und bringt Worte vielstimmig zum Klingen.

26. Januar
Freitag
21:00 Uhr
Lyrik interdisziplinär
Late Night Varieté

Mit Rike Scheffler & Miche Moreno, Lisa Jeschke & Jan Geiger, Claudio Landolt & Marcel Moser

Moderation: Simone Lappert

 

Das Late Night Varieté präsentiert Sprachkünstler*innen jenseits der Schubladen, die waghalsig, innovativ und experimentierfreudig die Grenzen zu anderen Kunstsparten ausloten und verschieben. Sie gehören damit zu den aufregendsten Stimmen zeitgenössischer Lyrik.

Vorhang auf für «Echoes from the Future», eine Konzertperformance von Rike Scheffler mit Live-Soundmixing von Miche Moreno, für «Circa 244 Knochen. Katz-Ups», eine dadaistisch-oulipotische Leseperformance mit Live-Katzen-Collagen von Claudio Landolt & Marcel Moser sowie für Lisa Jeschke & Jan Geiger mit der Zweierlesung «feast».

27. Januar
Samstag
9–13:00 Uhr
Lyrikworkshop
Poesie in der Gesellschaft

Leitung: Dinçer Güçyeter

 

Dieser Workshop erkundet die Parallelen zwischen Dichtung und Gesellschaft. Wie sieht die Poesie der heutigen Generation aus, welche Rolle spielt sie in den Sozialen Medien, wie lässt sie sich vermarkten? Wie überzeugt die Poesie der Ghettos das Bildungsbürgertum? Anhand dieser Fragen wird auch Interdisziplinarität und Bilingualität in der Dichtung beleuchtet.

Information und Anmeldung: Volkshochschule beider Basel, Telefon +41 61 269 86 66.

Kursgebühr: CHF 98.–. Teilnehmende erhalten ermässigten Eintritt für die Veranstaltungen des Lyrikfestivals.

 

Eine Kooperation mit der Volkshochschule beider Basel (VHSBB)

27. Januar
Samstag
14:00 Uhr
Begegnung I
Martin Piekar

«wem schuldet die welt, dass sie so viel kostet»

Lesung und Gespräch mit Claudia Gabler

 

Martin Piekars lyrische Suche nach Authentizität, Menschlichkeit und einer Sprache für eine verstörende Gegenwart wie auch eine mögliche Zukunft treibt ihn unter Parkbänke und Bettdecken, in Krankenhäuser und digitale Netze. In seinem neuen Gedichtband livestream & leichen ist Raum für Gespräche ins Dunkle, mit Losern und Leichen, gegen die Fremdheit, gegen den Kapitalismus, gegen die paradoxen Antworten der Tech-Giganten auf die globalen Krisen – aber auch für einen Flirt mit dem Bot, für Pseudo-Didaktik, Groteskes und Komisches.

 

27. Januar
Samstag
15:15 Uhr
Die Lyrikgruppe stellt sich vor
Festliche Leseschlaufe zum Jubiläum

Mit Urs Allemann, Ingrid Fichtner, Peter Gisi, Rolf Hermann, Ingeborg Kaiser, Markus Stegmann, Kathy Zarnegin, Rudolf Bussmann, Wolfram Malte Fues, Claudia Gabler, Simone Lappert, Alisha Stöcklin und Ariane von Graffenried

Eintritt frei!

 

Das Basler Lyrikfestival ist aus einer Diskussionsrunde von Basler Lyriker*innen entstanden, die sich in den 90er-Jahren regelmässig über ihr Schreiben austauschte. Aus dezentral organisierten Poesieaktionen hat sich im Verlauf der Jahre ein etabliertes Festival entwickelt. Bis heute gestaltet die Lyrikgruppe das Programm des Lyrikfestivals. Zum Jubiläum blicken die derzeitigen zusammen mit den ehemaligen Mitgliedern der Gruppe zurück auf 20 Jahre Internationales Lyrikfestival Basel. Sie stellen sowohl eigene Texte vor als auch Gedichte ehemaliger Lyrikpreisträger*innen.

27. Januar
Samstag
17:00 Uhr
Begegnung II
Verena Stauffer: Wortform – Weltform

Lesung und Gespräch mit Wolfram Malte Fues

 

Verena Stauffers Gedichte gelten den Phänomenen der Machtbeziehung: zwischen Mensch und Mensch, zwischen Natur und Natur, zwischen Mensch und Natur. Sie suchen diesen Beziehungskomplex mit den rhetorischen Mitteln der Lyrik in Verdichtung und Verschiebung, in Bild- und Klang-Komposition wahrnehmbar zu machen. Das führt sie in die eigensinnigsten Kombinationen, bis zum Symbol Tetsu Sen: ein Fächer, der eine Waffe verbirgt. Worauf beruht das alles? «Das Wort ist das Meer und die Muschel der Vers.» Darüber werden wir sprechen müssen.

27. Januar
Samstag
19:00 Uhr
Basler Lyrikpreis 2024
Verleihung des Basler Lyrikpreises an Carla Cerda

Laudatio: Rudolf Bussmann

Eintritt frei! Bitte beziehen Sie sich ein Gratis-Ticket über den Webshop.

 

Carla Cerda wagt sich mit ihren Gedichten in Bereiche vor, die für Lyrik weitgehend unentdeckt sind. Sie interessiert sich für automatisierte Nachrichten gleichermassen wie für Wettermessgeräte oder Enzyme. Mit frechem Witz mischt sie die Formeln der Computer- und Wissenschaftssprache auf, lässt ein Sprachassistenzprogramm als Person auftreten, unterhält sich mit einem Bot. Mit leichter Hand hebt sie die Grenzen zwischen Logik, Algorithmenregeln und Fantasie auf. Dass ihre Gedichte dabei die Formstrenge wahren, erhöht ihren Reiz. Die Lektüre ihres noch schmalen Werks ist ein Vergnügen.

Der Basler Lyrikpreis wird gestiftet von der GGG Basel

Anschliessend Apéro.

Wegen des Bahnstreiks kann Carla Cerda leider nicht anreisen und wird zugeschaltet. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

27. Januar
Samstag
21:00 Uhr
Konzert
Fitzgerald & Rimini: 50 Hertz

Mit Robert Aeberhard und Ariane von Graffenried

 

Schön ist, was stört: Das neue Werk von Fitzgerald & Rimini feiert Störenfriede und Störgeräusche, eine Harmonie der schönen Plagegeister. Ein Hoch auf die Behelligung! Das 50-Hertz-Brummen des europäischen Stromnetzes bildet die Basis für eine Musik des scheinbar Missfallenden. Ebenso verhält es sich mit den Figuren: Wild-West-Heldin Calamity Jane; Walentina Tereschkowa, der ersten Frau im Weltraum oder dem Sexroboter Harmony. Ihnen werden musikalisch-literarische Denkmäler gesetzt, um gleich darauf wieder an ihnen zu rütteln, denn Störung muss sein.

28. Januar
Sonntag
11:30 Uhr
Podium: Lyrik im Kontext Klima/Wandel
«Wir auf der Islandinsel werden einen anblick vermissen. Wir auf der Welt»

Mit Daniel Falb, Marion Poschmann und Steinunn Sigurðardóttir

Moderation: Alisha Stöcklin

 

Für Literatur, die sich mit Klima- oder Umweltthemen befasst, hat sich der Begriff «Climate Fiction» etabliert. Wie positioniert sich die Lyrik darin? In welcher Beziehung stehen Nature Writing und Climate Fiction? Die politische Vision von «Netto-Null» braucht kreative Imaginationsräume. Wie verändert sich unser Selbstverständnis im Spiegel der Wahrnehmung einer sich wandelnden Natur? Wie kartografieren wir eine zukunftsfähige Existenz? Wie soll eine «Anthropozänpoetik» beschaffen sein? Im Gespräch folgen wir den Spuren der «Dichtung in der Gegenwartsgeologie» sowie den «Hinweise[n] zur Erderwärmung» im Gedicht.

28. Januar
Sonntag
14:30 Uhr
Begegnung III
Kleine Objekte – eine Carte blanche für Nora Gomringer

Mit Nora Gomringer und Augusta Laar

 

Nora Gomringer, gefeierte Dichterin und Performerin, hat sich eine geschätzte Kollegin zu Gespräch und Lesung eingeladen: die Dichterin, Performerin und Festivalmacherin Augusta Laar. Beide werden von ihren Schreibtischen aufschauen, dem Publikum ihre Arbeitswelten einen Spalt breit zu öffnen. Beide haben in den letzten Jahren Trauerfälle erlebt und Trauerarbeit geleistet. Auftritte auf Bühnen, Texte, die spät nachts dem Schlaf abgerungen werden und die Liebe zu kleinen Objekten, die Trost spenden, haben sie gemeinsam. Hier wird Lesen auch ein Schauen und Vergnügen.

 

Diese Veranstaltung ist auch als Livestream verfügbar.

 

Link zum Saal-Ticket

Link zum Stream-Ticket

 

 

28. Januar
Sonntag
17:00 Uhr
Lyrische Sofalesung
Anna Ospelt: Frühe Pflanzung

Musik: Karin Ospelt

Moderation: Naomi Gregoris

Anmeldung unter: sofalesungen.ch

Aktuell gibt es für diese Veranstaltung eine Warteliste.

 

Ein Setzling wird in die Erde gepflanzt, man giesst vorsichtig und wartet. Ein Kind wächst während der Schwangerschaft im Bauch der Mutter heran und kommt zur Welt. Diese elementaren Vorgänge beschreibt Anna Ospelt in ihrer unnachahmlich poetischen Weise. Erkundungen zum Kind, zum Garten, zu den Bäumen und Vögeln verflechten sich zu einem starken Text über den Beginn des Lebens. Und immer ist die gesellschaftliche Frage präsent: Was bedeutet Mutter werden heute für eine Frau, ihre Arbeit, im Fall der Autorin: ihr Schreiben?

 

In Kooperation mit dem Verein Sofalesungen