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Lyrikpreis

Der Basler Lyrikpreis wird jährlich vom Verein Internationales Lyrikfestival Basel verliehen. Er geht an Dichterinnen und Dichter, deren Werk sich durch Innovationskraft auszeichnet und durch den Mut zu konsequentem und eigenwilligem Arbeiten mit Sprache. Er soll dazu beitragen, herausragende Stimmen einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen.

Der Basler Lyrikpreis ist mit 10’000 Franken dotiert und wird von der GGG Basel gestiftet.

2020

Eva Maria Leuenberger

Der Basler Lyrikpreis 2020 geht an die Schweizer Lyrikerin Eva-Maria Leuenberger. Zum ersten Mal hat sich die Lyrikgruppe dafür entschieden, mit dem Lyrikpreis ein Debüt auszuzeichnen. Eva Maria Leuenberger legt mit «Dekarnation» (Droschl Verlag) einen Erstling von grosser Sogkraft vor, der die Lesenden mitnimmt auf eine Reise durch vier Zyklen, so dunkel wie erhellend, so abgründig wie erhebend, so verstörend wie berührend. Eva Maria Leuenberger wurde 1991 in Bern geboren und lebt in Biel. Sie studierte an der Universität Bern sowie an der Hochschule der Künste Bern und veröffentlichte bisher in Literaturzeitschriften. Sie ist zweifache Finalistin des open mike in Berlin (2014 und 2017) und erhielt 2016 das «Weiterschreiben»-Stipendium der Stadt Bern.

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Foto © Anja Fonseka

die birken reissen auf an der haut
das schwarze fleisch ist trocken
wie immer, und wie immer
erwarte ich blut
du bist nur rinde, denke ich
und berühre meinen arm
 

Aus: Eva Maria Leuenberger, Dekarnation, Graz 2019

2019

Katharina Schultens

Der Basler Lyrikpreis 2019 geht an die Lyrikerin Katharina Schultens. Die Jury würdigt Katharina Schultens für ihre ungeheure Sprachkraft, die in ihrer Gradlinigkeit ins Herz der Gegenwart trifft. Katharina Schultens (*1980 in Rheinland-Pfalz) studierte Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Literatur in Hildesheim, St. Louis und Bologna. 2013 erhielt sie den Leonce-und-Lena-Preis und 2015 den Schweizer Spycher: Literaturpreis Leuk. Neben Veröffentlichungen von Lyrik und poetologischen Texten in Zeitschriften und Anthologien erschienen von ihr vier Lyrikbände: «Aufbrüche» (2004) «gierstabil» (2011), «gorgos portfolio» (2014) und zuletzt «untoter schwan» (2017).

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Foto © Dirk Skiba

2018

Dagmara Kraus

Die Jury würdigt Dagmara Kraus für ihre unerschrockene Art, neue Ausdrucksmöglichkeiten für die deutsche Sprache zu erkunden: «Die Dichtung von Dagmara Kraus gleicht einem Haus, in dem alle Türen und Fenster ofen stehen. Sprachen gehen ein und aus, Deutsch mischt sich mit Französisch, Englisch, Polnisch, aber auch mit Fantasiesprachen, und geht mit ihnen Verbindungen ein, die zugleich fremd und bekannt klingen. Ein feinfühliger Austausch fndet stat, der unsere Sprache mit ungewohnten, überraschenden Ausdrucksmustern bereichert und uns zum Rätseln, Staunen und Neuhören anregt. In Zeiten vermehrter Grenzschliessungen erforscht die Dichterin mit wachen Sinnen, was entstehen kann, wenn Worte über Landes und Verständlichkeitsgrenzen getragen werden.»

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Foto © Dirk Skiba