Lyrikfestival

Zum Internationalen Lyrikfestival Basel laden Basler Lyrikerinnen und Lyriker Gäste aus dem In- und Ausland ein, stellen deren Werke vor und bieten einen Einblick in das aktuelle Lyrikschaffen. Das Festival findet jährlich Ende Januar statt. Mit seinem breit gefächerten Angebot lenkt das Lyrikfestival das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien auf die Gattung Lyrik lenken. Ein Höhepunkt des Festivals ist die Verleihung des Basler Lyrikpreises.

Lyrikgruppe

Die Lyrikgruppe, die für das Festival-Programm verantwortlich ist, besteht aus Lyriker*innen aus Basel und zugewandten Orten. Sie lädt internationale Dichter*innen ein, um deren Werke vorzustellen und mit einem vielseitigen Programm Einblicke in aktuelles Lyrikschaffen zu bieten. Die Gruppe vergibt zudem den von der GGG Basel gestifteten Basler Lyrikpreis.

Rudolf Bussmann

Rudolf Bussmann (*1947 in Olten) ist Schriftsteller und Herausgeber. Er lehrt an der Höheren Fachschule für Sprachberufe SAL, gibt Schreibseminare und macht Schreibbegleitungen, schreibt Romane, Kurzprosa, Aphorismen, Lyrik. Zuletzt «Popcorn. Texte für den kleinen Hunger» (Waldgut Verlag 2013) und «Eine Brücke für das Gedicht. 75 zeitgenössische Gedichte befragt von Rudolf Bussmann» (Offizin Verlag 2014) sowie «Das andere Du» (edition bücherlese 2016). Er lebt in Basel.

Foto © Claude Giger

Wolfram Malte Fues

Wolfram Malte Fues (*1944 in Bremen) war bis 2011 Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaften an der Universität Basel. Zahlreiche wissenschaftliche, essayistische und belletristische Publikationen. Bisher sechs Gedichtbände, zuletzt: «inZwischen» (München 2014) und «SkalpeSkalpelle» (München 2016) sowie zusammen mit Li Mollet und Elisabeth Wandeler-Deck «Erzählen macht Sinn» (Edition Howeg 2017). Er lebt in Duggingen (BL).

Foto © Dirk Skiba

Ariane von Graffenried

Ariane von Graffenried (*1978 in Bern) lebt und arbeitet als Autorin, Spoken-Word-Performerin und promovierte Theaterwissenschaftlerin in Bern. Sie ist Mitglied der preisgekrönten Autorengruppe Bern ist überall und des Duos Fitzgerald & Rimini, schreibt für die Bühne, fürs Radio, für Zeitungen und die Wissenschaft. Zuletzt ist von ihr 2017 «Babylon Park» im Verlag Der gesunde Menschenversand erschienen, für das sie den Literaturpreis des Kantons Bern erhielt.

Foto © Alexander Jacquemet

Simone Lappert

Simone Lappert (*1985 in Aarau) studierte Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. 2013 wurde sie mit dem Heinz-Weder-Preis für Lyrik ausgezeichnet, 2014 erhielt sie den österreichischen Wartholz-Preis als beste Newcomerin. Sie war Stipendiatin des 16. Klagenfurter Literaturkurses und des Literarischen Colloquiums Berlin. 2014 erschien ihr Prosadebüt «Wurfschatten». 2016 übernahm sie gemeinsam mit Michelle Steinbeck die Leitung des Lyrik-Projekts «babelsprech». Seit 2018 ist sie Präsidentin des Vereins internationales Lyrikfestival Basel. Sie lebt in Basel.

Foto @ Nicole Rampa

Claudia Gabler

Claudia Gabler (*1970 in Lörrach) schreibt Lyrik und Hörspiele. Neben ihrer Arbeit für den Rundfunk organisiert sie Kulturveranstaltungen und gibt Schreibkurse für Erwachsene und Jugendliche. Mehrere Auszeichnungen, zuletzt der Grimmelshausen-Förderpreis und ein Stipendium für das Künstlerhaus Edenkoben. Zuletzt erschienen «Wohlstandshasen. Gedichte» (2015) und «Wenn ich schon mal im Radio bin. Hörspiel» (2018).

Foto © Barbara Ruda

Alisha Stöcklin

Alisha Stöcklin (*1990 in Arlesheim) hat in Basel Philosophie und Deutsche Literaturwissenschaft studiert. Zurzeit arbeitet sie am Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes (eikones) an einem Dissertationsprojekt zur Bildlichkeit in der Gegenwartslyrik. 2012 rief sie den Tag der Poesie wieder ins Leben und führt die Veranstaltung seitdem jährlich durch. 2014 hat sie das Basler Poesietelefon nach rund 30 Jahren reaktiviert. Seit 2016 betreut sie bei der GGG Förderstelle für junge Kulturprojekte (Kultur-Kick) die Sparte Literatur.

Foto © Alessandro Frigerio

Das Internationale Lyrikfestival Basel, gegründet 2009, ist als eigenständiger Verein organisiert. Seit 2018 hat Simone Lappert das Präsidium inne. Der Verein beauftragt LiteraturBasel mit der Organisation des Festivals.

Organisation

Mariann Bühler (*1982) ist in der Zentralschweiz aufgewachsen und hat in Basel und Berlin Englisch, Islamwissenschaft und Gender Studies studiert. 2015 hat sie einen CAS in Kulturmanagement am Stapferhaus Lenzburg absolviert. Von 2012 bis 2017 war sie als Projektassistentin am Literaturhaus Basel tätig. Am Literaturhaus Basel hat sie im Jahr 2014 das Format «Sofalesungen» und im Jahr 2012 das Format «VorLaut» ins Leben gerufen. Seit 2016 kuratiert sie eine Reihe von Veranstaltungen. Seit 2014 ist sie Produktionsleiterin des Internationalen Lyrikfestivals Basel.

Produktions-
leitung

Seinen Ursprung hat das Festival in regelmässigen Treffen einer Gruppe von Basler Autorinnen und Autoren, die sich seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts über die eigene Schreibarbeit austauschen.

2000 bildet sich eine eigene Lyrikgruppe heraus.

2001 lädt Matthyas Jenny die Lyrikgruppe ein, an der Lyriknacht im November ihre Texte der Öffentlichkeit vorzustellen, und legt damit den Grundstein für das Internationale Lyrikfestival Basel.

2003 laden die Mitglieder der Basler Lyrikgruppe ihrerseits je einen Gast ein, dessen Werke sie vorstellen, und gewähren damit Einblick in das aktuelle lyrische Schaffen in der Schweiz sowie im benachbarten deutschsprachigen Raum. Das Internationale Lyrikfestival wird in den folgenden Jahren an unterschiedlichen Orten in Basel stattfinden, organisiert von Matthyas Jenny, kuratiert von der Lyrikgruppe.

2005 Das Festival wird auf zwei Tage verlängert.

2008 Zum ersten Mal wird der Basler Lyrikpreis verliehen.

2009 Matthyas Jenny übergibt die Organisation an Katrin Eckert, die Leiterin des Literaturhauses Basel. Zur Organisation, Finanzierung und Durchführung wird der Verein Internationales Lyrikfestival Basel gegründet. Das Lyrikfestival findet fortan im Literaturhaus Basel statt. Für die inhaltliche Gestaltung sind die Lyrikerinnen und Lyriker des Vereins verantwortlich.

2011 Der Verein beschliesst das Festival neu zu konzipieren und das Programm zu erweitern. Das Festival findet neu von Freitagnachmittag bis Sonntagabend statt. In Lesungen, Performances, Diskussionen, Spaziergängen und Workshops wird die Vielfalt des aktuellen lyrischen Schaffens präsentiert. Deutschsprachige Lyrik bildet den Schwerpunkt, aber auch die weiteren Landessprachen sowie die Lyrik anderer Sprach- und Kulturräume werden mit einbezogen.

2018 Die 15. Ausgabe des Festivals findet statt. 

Geschichte